Die Wahl ist weiblich – FDP-Direktkandidatin Christiane Fuchs überzeugte mit guten Argumenten und sehr viel Sachlichkeit!

Am 16. August fand im Magdeburger Roncallihaus die vom Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt organisierte Podiumsdiskussion „Die Wahl ist weiblich – politische Vorhaben in der Frauen- und Gleichstellungspolitik“ mit hochkarätiger Besetzung statt: Die Polit-Profis Katrin Budde (SPD), Dr. Petra Sitte (Die Linke), Cornelia Lüddemann (Bündnis 90/Die Grünen) sowie Heike Brehmer (CDU).
Nicht zu vergessen unsere FDP-Direktkandidatin für den Landkreis Jerichower Land und die Börde, Christiane Fuchs.
Die hochinteressante Diskussion, bei der natürlich weibliche Themen im Vordergrund standen und stehen sollten, wurde charmant von der Vorsitzenden des Landesfrauenrates Thüringen, Ilona Helena Eisner moderiert. Sie verstand es, sowohl das Themenspektrum hervorragend aufzuarbeiten als auch den Diskussionsteilnehmern breiten Raum einzuräumen.

Dies gab Christiane Fuchs, die sich als Quereinsteigerin in die Politik outete, immer wieder die Möglichkeit, ihre Positionen und Ansichten konsequent zu vertreten. Über die Diskussion wird auf der Internetseite des Landesfrauenrates Sachsen-Anhalt berichtet. Hier der Link: http://www.landesfrauenrat.de/
Nachfolgend lesen Sie ein Interview, das Christiane Fuchs im Vorfeld der Diskussion mit dem Landesfrauenrat führte.

Welche frauenpolitische Ziele wollen Sie in der nächsten Wahlperiode des Bundestages umsetzen?
Weiblich sein bedeutet in unserer Gesellschaft nach wie vor Benachteiligungen. Deshalb ist es aus meiner Sicht wichtig, für volle Gleichberechtigung und bessere Chancen für Mädchen und Frauen einzutreten. Wir brauchen für Mädchen und Frauen mehr Möglichkeiten und Chancen sich selbstbestimmt im Leben verwirklichen zu können. Grundlage dafür sind eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, durch umfangreiche Betreuungsangebote und mehr Flexibilität bei der Arbeitszeitgestaltung.
Ich möchte mich für sinnvolle Projekte einsetzen, die zu mehr Flexibilität in der Arbeitswelt, mehr Dynamik für den Aufstieg von Frauen und mehr Sensibilität bei der Berufswahl unterstützen. Dazu gehören flexible Teilzeitmodelle, die für Frauen und Männer gleichermaßen attraktiv sind – auch in Leitungspositionen, um mehr Wahlfreiheit bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw. Pflege und Beruf zu ermöglichen.

Würden Sie sich als Feministin bezeichnen?

Ja, aber nicht um jeden Preis und mit jedem Mittel. Ich lehne eine Symbol-Quote für Aufsichtsräte oder gar eine angedrohte Verschärfung der gesetzlichen Quote ab. Frauen wollen durch ihre eigene Leistung vorankommen und nicht durch ein staatliches Plansoll. Viele Unternehmen haben das längst erkannt und umgedacht. Deshalb ist die Frauenquote vor allem ein Gängelband für Unternehmen und Mittelstand, die mit Berichtspflichten zusätzlich belastet werden. Die Verwaltung im öffentlichen Dienst hat ebenfalls Probleme gesetztliche Quotenvorgaben zu erfüllen. Der Druck zur Umsetzung dieser Quote bringt interessante Kreativität hervor, die aber weder den “betroffenen” Frauen im öffentlichen Dienst noch der Aufgabe, die z.B. in Aufsichtsgremien zu verantworten ist, hilft.

Was ist ihr Vorschlag im Kampf gegen Frauenarmut?
Liberale Frauenpolitik bedeutet, das Prinzip „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ durchzusetzen. Es ist mit nichts zu rechtfertigen, dass Frauen bei der Entlohnung immer noch schlechter gestellt sind als Männer. In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass Frauen sowohl die besseren Schulabschlüsse als auch die besseren Hochschulabschlüsse erreichen. Die Bekämpfung der Ursachen für Gehaltsunterschiede ist vorrangiges Ziel liberaler Frauenpolitik. MÄdchen und junge Frauen sollten auch an besser bezahlte ingenieurtechnische und/oder naturwissenschaftliche Berufe herangeführt werden. Die Digitalisierung unserer Arbeitswelt und sich daraus ergebende neue Berufsbilder sind für Mädchen und Frauen eine Chance sich gleichberechtigt in der Berufswelt zu positionieren.

Was ist aus Ihrer Sicht der wichtigste frauenpolitische Meilenstein der letzten Jahre?
Hauptaugenmerk liberaler Frauenpolitik liegt bei der Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Mit dem Ausbau der Kinderbetreuung, der Familienpflegezeit und der Förderung von Betriebskitas hat die Bundesregierung dazu wichtige Impulse gesetzt.