Christiane Fuchs bei Tresen-Talk mit dem FDP-Landesvorsitzenden Frank Sitta

Die Magdeburger Champagnerbar Xampanyeria lädt einmal im Monat interessante Persönlichkeiten aus Kultur, Medien, Politik und Gesellschaft zum Tresen-Talk ein.
Am 8. August war dort der FDP-Landesvorsitzende Frank Sitta zu Gast.
Unter den gut 70 Gästen war auch die FDP-Spitzenkandidatin des Landkreises Jerichower Land, Christiane Fuchs.


„In drei Talkrunden konnten die Gäste unseren Spitzenkandidaten befragen“, erzählt sie, „dabei ging es aber ganz bewusst nicht  um Politik, sondern mehr um persönliches.
So wollten die Gäste unter anderem von Frank Sitta wissen:
„Haben Sie einen Lieblingsort?“ „In Sachsen-Anhalt ist es Tangermünde.“
„Wo können Sie am besten entspannen“ „Tatsächlich bei meiner Familie, auch wenn es mit zwei Kindern oft sehr lebhaft zugeht. Ich genieße den Trubel und entspanne.“
Auch die Frage, was bei Frank Sitta nie im Kühlschrank fehlen darf („eine Flasche Bier“) wurde gestellt.
Zwischen den drei Talk-Runden unterhielten Christian Hoffmann am Klavier und Christian Wartenberg am Akkordeon Christian Wartenberg die Gäste mit dezenter Barmusik.
Gut 45 Minuten plauderte und erzählte Frank Sitta aus seinem Leben, erzählte von seiner Freundin, seiner früheren Reisebegeisterung und vielem mehr. Natürlich wurde auch die Politik gestreift, aber wirklich nur ganz dezent – der Mensch Frank Sitta stand im Vordergrund.
Christiane Fuchs: „Es war ein interessanter, abwechslungsreicher und witziger Abend, der unseren Spitzenkandidaten von einer völlig anderen Seite zeigte.
Übrigens: Die Xampanyeria-Bar hat bei YouTube ein Video über den Tresen-Talk mit Frank Sitte eingestellt. Hier der Link: https://www.youtube.com/watch?v=dSDeTJ6KPhs&feature=youtu.be

 

 

 

Die Wahl ist weiblich: Podiumsdiskussion mit unserer FDP-Direktkandidatin Christiane Fuchs

Anlässlich der Bundestagswahl am 24. September 2017 lädt der Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt e.V. zu einer Podiumsdiskussion in das
Magdeburger Roncallihaus (Max-Josef-Metzger-Str. 12 + 13, 39104 Magdeburg)
am 16. August 2017, 18 Uhr ein.

Thema: Die Wahl ist weiblich – politische Vorhaben
in der Frauen- und Gleichstellungspoilitik

Neben unserer Kandidatin für den Wahlkreis 67
(LK Jerichower Land und LK Börde) Christiane Fuchs aus
Möser diskutieren die Politikerinnen :
Heike Brehmer (CDU)
Katrin Budde (SPD)
Dr. Petra Sitte (DIE LINKE)
Steffi Lemke (BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN)

Moderation: Helena Eisner (Landesfrauenrat Thüringen)

Anmeldungen: geschaeftsstelle@landesfrauenrat.de
Anmeldeschluss: 14.08.2017
Anschließend findet der Sommerempfang des
Landesfrauenrates Sachsen-Anhalt statt.

Mehr Infos zu Christiane Fuchs: https://www.facebook.com/search/str/christianefuchs67/keywords_search

Konzeptpapier – Ländlicher Raum in Sachsen-Anhalt

Konzeptpapier

Ländlicher Raum in Sachsen-Anhalt

freie-demokraten-sachsen-anhalt-300x141Mehr als die Hälfte der Menschen in Sachsen-Anhalt lebt in ländlichen Räumen. Sie erleben ihre Dörfern, kleine und mittelgroße Städten und die umgebende Landschaften als Heimat, mit der sie stark verbunden sind. Wir wollen diesen Menschen und insbesondere auch der jungen Generation eine Perspektive für die Zukunft in ihrer ländlichen Heimat geben.

Die zentrale Herausforderung ist der demografische Wandel, der durch die aktuelle Politik der Landesregierung von Sachsen-Anhalt noch forciert wird. Die Schließung von Schulen und Kindertagesstätten, der Verfall der Infrastruktur, die Verschlechterung der Gesundheitsversorgung – das sind nur einige Kernprobleme im ländlichen Raum, die maßgeblich in einer zukunftsfeindlichen Sparpolitik begründet sind. Gleichzeitig werden die Kommunen und Landkreise mit wachsenden Aufgaben betraut, ohne dafür zusätzliche finanzielle Mittel zu erhalten. Das widerspricht dem Subsidiaritätsprinzip und schwächt die kommunale Selbstverwaltung. Das Land schafft den Haushaltsausgleich nur, weil es seit Jahren den Finanzausgleich zulasten der Kommunen gestaltet. Dadurch sind viele Gemeinden kaum noch in der Lage, wesentliche Aufgaben der Daseinsvorsorge zu erfüllen. Während andere Bundesländer die Regionen stärken, betreibt Sachsen-Anhalt nach wie vor eine Politik der Zentralisierung und des Abbaus von Strukturen im ländlichen Raum, die letztlich gegen die Grundsätze der kommunalen Selbstverwaltung verstößt, wie die Entscheidung des Landesverfassungsgerichts zum Kinderförderungsgesetz belegt hatte.

Die FDP Sachsen-Anhalt will:

    1. Mehr Selbstverwaltung und Engagement im ländlichen Raum
  • Wir wollen Entscheidungen möglichst in die Kreise und Gemeinden verlagern – und zwar mit den zugehörigen Finanzmitteln im Finanzausgleich; denn vor Ort weiß man am besten, was nötig ist.
  • Wir wollen den  Gemeinden die Chance geben, sich als Grundzentren zu stabilisieren. Die Zahl der Grundzentren darf nicht willkürlich von oben verordnet werden.
  • Wir wollen lebendige Dörfer (Innen- vor Außenentwicklung). Das Leben im Dorf ist eine persönliche Entscheidung für ein Rückzugsgebiet abseits der städtischen Hektik. Dafür müssen dennoch vor Ort Partizipationsmöglichkeiten durch Vereine und eine bürgernahe Verwaltung gegeben sein. Das Engagement vor Ort stärkt das Gefühl der Zugehörigkeit.
    1. Bessere Voraussetzungen für die mittelständische Wirtschaft im ländlichen Raum
  • Wir wollen regionale Wirtschaftskreisläufe stärken. So sollen landwirtschaftliche Produkte nicht nur für den Welthandel hergestellt, sondern auch den regionalen Bedarf decken. Davon soll auch die nachgeordnete Wertschöpfungskette profitieren.
  • Wir starten eine Initiative „Fachkräfte für den ländlichen Raum“ (insbesondere zur medizinischen Versorgung).
  • Wir wollen die Agrarwirtschaft als wichtigstes Standbein des ländlichen Raumes stärken. Dabei ist es wichtig den Landwirt als Unternehmer zu sehen. Für uns gilt: privat vor Staat, Erwirtschaften vor Verteilen.
  • Wir brauchen in Sachsen-Anhalt einen neuen strategischen Ansatz zur Förderung des ländlichen Raumes. Nur dadurch erreichen wir, dass die verfügbaren Fördermittel auf EU-, Bundes- und Landesebene möglichst optimal verteilt werden und den Landwirten Raum für wirtschaftliche Tätigkeit lassen.
  • Wir wollen den Abbau von Bürokratie erreichen und gleiche Wettbewerbsbedingungen schaffen, indem wir EU-Recht zeitnah und 1:1 umsetzen.
  • Wir unterstützen regionale wirtschaftliche Energiekonzepte und treten für eine möglichst weitgehende Wertschöpfung vor Ort ein. Die vorhandenen Konzepte, z.B. in den Bioenergiedörfern der Altmark, insbesondere zur Nahwärmeversorgung, sind weiter auszubauen und bürgerliches Engagement nachhaltig zu stärken.
  • Kommunen sollen sich auf ihre hoheitlichen Aufgaben beschränken, damit die Privatwirtschaft Platz zur Entfaltung hat.
    1. Bessere Infrastruktur im ländlichen Raum
  • Wir sorgen dafür, dass Kitas und Grundschulen erreichbar sind. Durch mehr Raum für jahrgangsübergreifendes Lernen, die Verringerung der Mindestschüler/-kinderzahlen sorgen wir dafür, dass die Basisbildungsstruktur erhalten bleibt.
  • Wir sorgen für den Ausbau einer modernen und leistungsfähigen Straßeninfrastruktur, in dem der Individualverkehr weiterhin eine wichtige Rolle spielt (und nicht der Ödlandschnecke weichen muss). Daher fordern wir die schnelle Fertigstellung der A14 und A143 als wichtige Verkehrsadern im Land.
  • Wir wollen den nachfragegerechten Aus- und Umbau des ÖPNV. Ziel sind flexible Lösungen vor Ort, die eine starre und teure Überversorgung verhindern, indem sie sich den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen anpassen. Bürgerschaftliches Engagement und nachbarschaftliches Miteinander haben gerade in kleinsten Ortschaften das Potenzial öffentliche Angebote wirksam zu ergänzen. Die öffentliche Hand kann hier häufig als Koordinationsplattform dienen, und sich so auch selbst dank der anerkennenswerten Tätigkeit engagierter, eigenverantwortlicher Ehrenamtlicher finanziell entlastenInsgesamt muss sich die Infrastruktur, ob zur Versorgung mit Strom, Wasser und Abwasser am kommunalen Bedarf orientieren. Um die Zukunftsfähigkeit der Kommunen zu sichern, muss auch ein Rückbau mit dezentralen Lösungen sinnvoll gestaltet werden können. So werden Freiräume für andere notwendige Investitionen geschaffen.
  • Wir organisieren einen zukunftsfähigen Breitbandausbau in ganz Sachsen-Anhalt, damit der Fortschritt nicht in der Leitung stecken bleibt. So wird der ländliche Raum auch interessant für Wirtschaftsansiedlungen, denn Unternehmen sind abhängig vom schnellen Internet.
    1. Erreichbare medizinische Versorgung im ländlichen Raum
  • Wir schaffen gemeinsam mit den Selbstverwaltungsorganen die Rahmenbedingungen für den Erhalt der-  insbesondere – hausärztlichen Praxen im ländlichen Raum.
  • Wir flexibilisieren das Gesundheitssystem, z.B. durch den Einsatz von mobiler und Telemedizin
  • Wir unterstützen die beiden Universitätskliniken in der Weiterentwicklung von „Spitzenmedizin“.
  • Die Krankenhausplanung orientiert sich an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort. Die Bettenanzahl muss näher an die Bedürfnisse der Menschen vor Ort rücken. Auch für den ländlichen Raum sind Entbindungsstationen und andere Formen der unverzichtbaren stationären medizinischen Basisversorgung vor Ort zu erhalten und bei Bedarf anzupassen.
    1. Sicheres Wohnen und Leben im ländlichen Raum
  • Wir setzen uns für ein, dass der Landeshaushalt nicht zulasten der Sicherheit konsolidiert wird. Es kann nicht sein, dass es Zeiten gibt, in denen in Landkreisen nur ein einziger Streifenwagen zur Verfügung steht.
  • Wir fordern ein Umdenken in der Personalpolitik und wollen wieder Polizeibeamte einstellen. Die Anzahl muss sich an den Aufgaben und nicht an willkürlichen Quoten im Ländervergleich orientieren.
  • Polizeiwachen sind zu erhalten; denn Ziel des polizeilichen Handelns muss es sein, möglichst kurze Alarmierungszeiten und Anfahrwege zu haben, um den Bürgern schnell professionelle Hilfe anbieten zu können.
  • Gerade auch angesichts der Entfernungen im ländlichen Raum ist eine moderne technische Ausstattung für Polizei und Feuerwehr insbesondere durch digitalen Funk unerlässlich.
    1. Stärkere Einbeziehung und Würdigung des ehrenamtlichen Engagements
  • Die Attraktivität des ländlichen Raums lebt vom bürgerlichen Engagement. Die Sparpolitik der Landesregierung verschlechtert zunehmend die Rahmenbedingungen und fördert die Frustration.
  • Wir setzen uns für eine nachhaltige Politik, um die Menschen zu befähigen, durch vielerlei Initiativen eine lebenswerte Umwelt selbst zu gestalten. Dabei sind insbesondere in dünn besiedelten Regionen auch gemeindeübergreifende Ansätze zu verfolgen.
  • Die bereits etablierten Förderprogramme, wie ELER und LEADER, werden auf den Prüfstand gestellt. Die Unterstützung von bürgerlichem Engagement in vor Ort gewählten Strukturen muss ein Förderschwerpunkt sein.
  • Bei der Gründung von Vereinen und Genossenschaften sollen keine bürokratischen Hürden das bürgerliche Engagement bereits im Keim ersticken. Hier ist es Aufgabe des Landes die Rahmenbedingungen entsprechend zu setzen.

Dieser Politik muss Einhalt geboten werden, denn sie hat dem Land geschadet. Wir Freien Demokraten sind davon überzeugt, dass es Aufgabe von Politik ist, diese Entwicklung mit geeigneten Maßnahmen zu gestalten. So unterschiedlich wie die Entwicklung in den Ortschaften ist, so unterschiedlich müssen auch die Antworten im Einzelfall sein können, um einen Gestaltungsprozess zu ermöglichen, der jeder Gemeinde ihren Weg eröffnet. Aufgabe der Landespolitik ist es, dezentrale Entscheidungen zu ermöglichen, die sich flexibel den Gegebenheiten vor Ort anpassen.

Wir setzen uns in Sachsen-Anhalt dafür ein, dass die Landespolitik den Bürgern, ihren Kommunen und Gebietskörperschaften mehr Freiheit lässt selbst zu entscheiden. Selbst zu entscheiden wie auftretende Herausforderungen lokal am besten gelöst werden können, damit die Menschen vor Ort sich ein Höchstmaß an Wohlstand und Entwicklungsmöglichkeiten schaffen. Gleichwertige, nicht gleiche Lebensverhältnisse sind unser Ziel. Und dieses Ziel kann am besten durch eine lokale Vielfalt von Antworten auf die Vielfalt der Herausforderungen erreicht werden. Die Eigenverantwortung der Bürger vor Ort und ihre tatsächliche Wahrnehmung durch die Bürgerschaft sind der Weg zu einer erfolgreichen Liberalisierung und damit zu lebenswerten Kommunen, die das Rückgrat eines funktionsfähigen Bundeslandes bilden.